Die 64 518 wurde im Jahr 1940 bei der Lokomotivfabrik Jung (Jungenthal) unter der Fabriknummer 9268 gebaut und am 16. Dezember 1940 durch die damalige Deutsche Reichsbahn abgenommen. Fabrikneu wurde die Lok dem Bw Weiden zugeteilt und fast auf den Tag genau 32 Jahre später am 19. Dezember 1972 – nun zum Bw Tübingen gehörend – ausgemustert. Lokomotiven der Baureihe 64 waren im süddeutschen Raum weit verbreitet, darunter auch jahrzehntelang in Würzburg.
Die Baureihe 64 – „Bubikopf“
Bei der Gründung der Deutschen Reichsbahn im Jahr 1920 fuhren auf den Nebenstrecken größtenteils veraltete Lokomotiven. Daher entstanden bereits 1920 Entwürfe für eine dreifach gekuppelte, moderne Heißdampf-Tenderlokomotive mit je einer Laufachse vorne und hinten. Diese sollte mit einer Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h auch für leichte Züge auf Hauptbahnen tauglich sein. Aufgrund ihrer gedrungenen Bauweise bekamen die Loks den Spitznamen „Bubikopf“.
Lebenslauf bei der Eurovapor
Zum Ende des Jahres 1972 wurde die Lok von der Eurovapor erworben. Ab Januar 1981 erfolgte die betriebsfähige Aufarbeitung im Depot Huttwil, die Abnahme durch das schweizerische BAV erfolgte am 8. Mai 1981. Seit 1998 trägt die Lok einen Neubaukessel aus dem Dampflokwerk Meiningen. Ende Mai 2014 ging die Lok wegen Fristablaufs außer Betrieb – seit Oktober 2023 ist sie nach erfolgter Hauptuntersuchung wieder für Mieteinsätze in Deutschland verfügbar und im Eurovapor-Dampflokstützpunkt Würzburg beheimatet.
